Ein Kooperationsprojekt von RUACH mit der Deutschen Regentenkonferenz
AnmeldungIm März 2028 beginnt ein neuer Qualifikationskurs für Verantwortliche in der Ordensausbildung und in der diözesanen Priesterausbildung. Ordensausbildung und Priesterausbildung – Wie geht das?
Diese Frage war noch nie leicht zu beantworten. Aber in einer Welt, die sich rasend schnell verändert, und in einer Kirche, von der niemand weiß, wie sie übermorgen aussehen wird, stellen sich viele spannende Fragen: Wie bilden wir aus? Woraufhin bilden wir aus? Wer genau sind die jungen oder weniger jungen Leute, die sich für das Priestertum oder für das Ordensleben interessieren? Wie geht die Vorbereitung auf ein Leben nach dem Evangelium in säkularer oder postsäkularer Zeit? Wie geht „Formation“ im Kontext der Debatte um Macht und Hierarchie, um sexuellen und geistlichen Missbrauch in der Kirche?
Der Kurs „Ausbildung für Ausbildende“ versteht sich als ein Laboratorium, in dem an den gegenwärtigen Herausforderungen der Ausbildung gearbeitet werden soll. Es geht um die Auseinandersetzung mit grundlegenden Inhalten, um die Spannung zwischen wichtigen Standards und verantwortetem Suchen, um Kompetenzen und Leidenschaft für das Projekt „Ausbildung“, um ein Denken „outside the box“, um Visionen und um konkretes Handwerkszeug.
Ziel des Kurses
Der Kurs zielt vor allem auf eine umfassende Entwicklung der Persönlichkeit des Ausbilders und der Ausbilderin ab und will die verschiedenen Kompetenzen erweitern und vertiefen, die hier benötigt werden: menschliche, geistliche, pädagogische und psychologische; Kompetenzen im Umgang mit Einzelnen und mit Gruppen, insbesondere mit jungen Erwachsenen und ihrer Lebenswelt. Ausbildungsleiter und Ausbildungsleiterinnen sollen sich durch den Kurs selbst dazu befähigen, aus einer geistlichen Haltung heraus Lebens- und Glaubenswege zu begleiten, Lernerfahrungen anzuregen, Entwicklungen zu fördern, Eignung zu klären und Orientierung zu geben.
Arbeitsweise
Im Vordergrund steht der persönliche Lernweg der Teilnehmenden, in dem sich verschiedene Dimensionen des Lernens durchdringen:
• sich selbst und die eigene menschliche und geistliche Entwicklung als die wichtigste Ressource für die Ausbildung entdecken
• die geistliche und menschliche Aufmerksamkeit und die praktische Handlungsfähigkeit schulen
• aus dem persönlichen und gemeinschaftlichen Gebet und aus der Hl. Schrift schöpfen
• persönlich und in Gruppen üben und von der Erfahrung anderer lernen
• relevante Erkenntnisse der Theologie, des geistlichen Lebens und der Humanwissenschaften kennenlernen und sich aneignen
• den eigenen Berufungsweg und die eigenen Ausbildungserfahrungen reflektieren, geistlich vertiefen und offene Fragen klären
• die eigene Ausbildungspraxis vor Ort reflektieren und gestalten
• aktuelle Transformationsprozesse in Orden und Diözesen im Hinblick auf Ausbildungsbedingungen reflektieren
Ausbildungselemente
1. Sechs Kurseinheiten zu jeweils vier Kurstagen
2. Praxisgruppen (je ein ganztägiges Treffen zwischen den Kurseinheiten)
3. Persönliche Ausbildungsgespräche mit der Ausbildungsleitung
4. Während des Kurses persönliche geistliche Begleitung und begleitete Einzelexerzitien
5. Kontinuierliche Praxisreflexion
6. Lektüre, Ausarbeitungen eigener Ausbildungselemente
Für den persönlichen und gemeinsamen Lernweg ist die Teilnahme an allen Kurseinheiten von Montag bis Freitag (2. Kurseinheit von Dienstag bis Samstag) sowie die Teilnahme an den Praxisgruppentreffen unbedingt erforderlich.
Zielgruppe
Der Ausbildungskurs richtet sich an Ordensfrauen und Ordensmänner, die in der Ausbildung tätig sind, sowie an Männer und Frauen, die in der diözesanen Priesterausbildung Verantwortung tragen. Die Teilnahme ist auch möglich für Personen, die sich auf eine solche Tätigkeit vorbereiten. Der Kurs besteht aus max. 20 Teilnehmenden.
Verlauf der Ausbildung
1. Kurseinheit: Ausbildung und ich? –
Grundlagen der Priester- und Ordensausbildung kennenlernen
27.-31.03.2028 – Haus Klara, Kloster Oberzell, Zell am Main
2. Kurseinheit: Berufen heute? –
Berufungswege begleiten
06.-10.06.2028 – St. Bonifatiuskloster, Hünfeld
3. Kurseinheit: Was fördert Wachstum? –
Lebens- und Glaubensdynamiken verstehen
25.-29.09.2028 – St. Bonifatiuskloster, Hünfeld
4. Kurseinheit: Was ist meine Rolle? –
Verantwortlich ausbilden, leiten und begleiten
20.-24.11.2028 – St. Bonifatiuskloster, Hünfeld
5. Kurseinheit: Was meint das Evangelium? –
Eine christliche Lebensform einüben
05.-09.02.2029 – Haus Klara, Kloster Oberzell, Zell am Main
6. Kurseinheit: Was heißt das konkret vor Ort? –
Mein Ausbildungskonzept entwickeln
04.-08.06.2029 – Haus Klara, Kloster Oberzell, Zell am Main
Die Kurseinheiten beginnen jeweils am Montag um 15:00 Uhr und enden am Freitag mit dem Mittagessen. Eine Ausnahme bildet die 2. Kurseinheit. Sie verläuft von Dienstag bis Samstag.
Teilnahmegebühr
Die zu zahlende Teilnahmegebühr pro Teilnehmer/in beträgt 3.800 Euro. Hinzu kommen die Kosten für Unterkunft und Verpflegung in den Tagungshäusern (insgesamt ca. 3.200 Euro, Zahlung vor Ort), die Fahrtkosten sowie Kosten für Regionaltreffen und evtl. für Begleitung/Supervision. Falls jemand Schwierigkeiten mit der Höhe der Teilnahmegebühr für die Ausbildung hat, möge er sich mit dem Büro von RUACH in Verbindung setzen.
Es gelten die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der DOK für RUACH.
Dokumente
Anmeldung
über die Homepage von RUACH: ruach.orden.de
Anmeldeschluss: 15.09.2027
Hinweis: Nach einem persönlichen Aufnahmegespräch erhalten Sie voraussichtlich im Oktober 2027 die Kurszusage.
Kursleitung

Sr. Christine Klimann sa
Mitglied der Kongregation der Helferinnen, Dipl. Theol., Lic. Psych., Pastoralreferentin, Tätigkeiten in der Studierenden- und Pfarrseelsorge, geistlicher und psychologischer Begleitung, Exerzitienbegleitung; ordensintern in der Formation von Kandidatinnen, seit Herbst 2022 Mitarbeit in der Zukunftswerkstatt, am Zentrum für Berufungspastoral und im Priesterseminar Sankt Georgen, Frankfurt am Main

Matthias Goy
Regens, Ausbildungsleiter für die pastoralen Dienste im Erzbistum Berlin, Erfahrungen als Pastoralreferent und Priester in der territorialen Seelsorge sowie in der diözesanen und verbandlichen Jugendseelsorge, Diözesandirektor für das Päpstliche Werk für geistliche Berufe und für Berufungspastoral, Domvikar, Domzeremoniar an der St. Hedwigs-Kathedrale Berlin
Kapuziner/LemrichJProf. Br. Dr. Stefan Walser OFMCap
Kapuziner, Juniorprofessor für Fundamentaltheologie und christliche Identitäten an der Universität Bonn; Erfahrungen in der Studierenden- und Pfarrseelsorge, als Geistlicher Begleiter, in der Berufungspastoral, Ordensleitung und in der Ausbildung junger Mitbrüder; lebt im Kapuzinerkloster Liebfrauen in Frankfurt am Main
Fachreferent/inn/en
Das Dreier-Team in der Kursleitung arbeitet je nach Thema in wechselnden Konstellationen zusammen. In einigen Kurseinheiten kommen weitere Fachreferenten und Fachreferentinnen dazu. Fest eingeplant sind bislang:

Christian Ott
Dipl.-Theol. und klinischer Psychologe M.Sc., Supervisor, Dozent für Pastoralpsychologie im Erzbistum Köln für alle pastoralen Dienste, psychologische Diagnostik und Beratung für pastorale Berufe und Ordensmitgliede

P. Christoph Lentz SAC
arbeitete als Schreiner, Lehrer und Bildungsreferent, als Pallottiner war er in der Jugendarbeit, der Berufungspastoral und als Novizenmeister tätig; seit 2017 leitet er das Pastoraltheologische Institut der Pallottiner in Friedberg und ist als Schulseelsorger in Augsburg in der Begleitung junger Menschen aktiv
